Der erste Versuch oder Wieso Musik einfach liebens-wert ist

Auch kreative Menschen oder jene, die sich selbst gerne als solche sehen bzw. gesehen werden möchten, haben oft eine Blockade. In meinem Fall eine Schreibblockade. Ich bilde mir wirklich nicht viel auf mich ein. Oder auf meine Persönlichkeit. Oder mein Aussehen. Aber auf meine Fertigkeit zu schreiben vielleicht ein bisschen. Dabei geht es nicht nur um die Fähigkeit Buchstaben zu Wörtern und Wörter zu möglichst sinnvollen Sätzen zusammenzufügen. Nein, es geht darum dies auch möglichst unterhaltsam zu machen. Damit man nicht nur selbst das, was man die ganze Zeit so vor sich hin schreibt, gerne liest, sondern eventuell auch andere. Aber manchmal geht es eben einfach nicht. So wie jetzt zum Beispiel. Ich bin mir sicher, dass ich schon unterhaltsamere und vor allem sinnvollere schriftliche Ergüsse von mir gegeben habe. Aber wenn das nicht mal eine Herausforderung ist über bzw. trotz einer Schreibblockade zu schreiben, dann weiß ich auch nicht mehr. Deswegen: Challenge accepted!

Eigentlich wollte ich nur darauf hinaus, dass auch wenn ich selbst nicht in der Lage bin etwas Kreatives zu produzieren, ich mich immer auf einen Teilbereich der Kreativität verlassen kann. Diesen Teilbereich kann ich noch viel weniger gut produzieren und wenn ich dies jemals tun sollte, so würde ich dies wirklich niemanden zumuten wollen. Das überlasse ich gerne den lieben Menschen, die das Talent dazu haben und das sind viel mehr als man glauben möchte. Aber diesen Teilbereich kann ich jederzeit genießen. Vorausgesetzt, dass mich sämtliche Stromversorgungsquellen nicht im Stich lassen. Die Rede ist von Musik. Für mich ist sie schon seit geraumer Zeit allgegenwärtig und mittlerweile bin ich auch der Überzeugung, dass sie die Liebe meines Lebens ist. Klingt trauriger als es eigentlich ist. Denn das Schöne an Musik ist, dass man niemals unglücklich verliebt sein kann. Es reicht, dass man sie liebt. Man muss sie auch nicht in ihrer Gesamtheit lieben. Man kann durchaus auch sehr viele Sachen an ihr nicht mögen. Wie beispielsweise Schlager und den 0815-ö3 Schmarrn. Oder auch umgekehrt kann man alles verachten, was auch nur ansatzweise eine verzerrte Gitarre beinhaltet. Es ist wirklich egal. Das was man liebt, macht einen glücklich. Oder tröstet. Oder lässt einen tanzen und springen. Oder in der Öffentlichkeit vor sich hin summen. Oder motiviert einen zu Höchstleistungen. Sicher gibt es Menschen, die das auch für einen tun und dasselbe bewirken. Aber da reicht es meistens nicht, dass man diesen liebt. Man will auch zurück geliebt werden. Sonst ist die Liebe ziemlich einseitig und das macht auf keinen Fall glücklich. Aber wenn ich, so wie in dem Augenblick, die wohligen Klänge der Blood Red Shoes genieße, frage ich mich sicher nicht, ob sie auch an mich denken. Ob sie mich mögen. Warum sie mir nicht mitteilen, wie sehr sie an mir hängen. Ich mache mich nicht verrückt, so wie ich es oft zu tun pflege, wenn es um Menschen geht. Im Gegenteil: Ich sitze hier und bin glücklich sie endlich für mich entdeckt zu haben. Das Einzige, worüber ich nachdenke, ist, wie viel Spaß es wohl machen würde sich bei einem Konzert bei genau diesem Lied völlig zu verausgaben. Vielleicht bin ich auch ein bisschen neidisch, weil Musiker meiner Meinung nach den coolsten Job der Welt haben und ich mir keine bessere Weise vorstellen kann Geld zu verdienen. Aber das ist Nebensache. Schließlich muss man sich bewusst sein, dass man genau aus diesem Grund eigentlich auch wieder zurückgeliebt wird. Vom Musiker, weil man immerhin für einen Teil seines meist doch recht beachtlichen Lebensunterhalts sorgt. Dennoch, das ist es nicht was zählt. Die Tatsache, dass ich das, was ich da höre, liebe reicht vollkommen aus. Und genau das ist der Punkt: Meine Liebe zur Musik macht mich glücklich. Oder besser noch: Musik macht mich glücklich. Und das tut sie immer dann, wenn ich auf „Play“ drücke. Und mit diesem Punkt kommt auch das Ende vom Lied. Und dem schriftlichen Erguss.

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