5/8erl in Ehr’n, die sicher kein Kopfweh verursachen

Wer kennt das nicht? Schon so viel vorgenommen. So viele Ideen. So viel zu sagen. Und zu schreiben. Nur noch nicht zu Papier gebracht. Oder in den Blog. Man weiß einfach nicht, wo man jetzt anfangen soll: Die Band hat man gerade live gesehen. Da sollte man unbedingt darüber schreiben. Dieses Album hat man gerade für sich entdeckt. Das sollte man unbedingt der großen, weiten Welt erzählen. Diese Musikplattform lässt einem gerade auch keine Ruhe. Die sollte man ebenso unbedingt unter die Leute bringen.

Und dann kommt da so ein kleiner harmlos aussehender Link, auf den man klickt, weil man den Namen der Band sehr unterhaltsam findet. Außerdem macht er einen gleichzeitig neugierig, was denn bitte 5/8erl in Ehr’n schon für Musik machen können. Die ersten Assoziationen verlaufen sich (retrospektiv betrachtet unglücklicherweise) fast zwangsläufig gleich zu einer recht bekannten Band aus Wien namens „Alkbottle“. Im tiefsten Inneren hofft man zwar, dass es dieses, bezeichnen wir es als „Phänomen“, nicht noch einmal gibt, aber wenn der Name schon in die gleiche Richtung geht…

Machen kein Kopfweh - 5/8erl in Ehr'n (Credit: Rania Moslam)

Machen kein Kopfweh – 5/8erl in Ehr’n (Credit: Rania Moslam)

Tja, nicht nur Hochmut, sondern auch Vorurteile kommen vor dem Fall. Und in dem Fall war es auch das Beste, was passieren konnte: Der erste Takt von Siasse Tschik ist  noch nicht ganz vorbei und schon ist klar, dass das hier das komplette Gegenteil seiner Erwartungen ist. Bei „5/8erl in Ehr’n“ handelt es sich um fünf Vollblutmusiker, die sich Gott sei Dank gefunden haben. Vielleicht ist auch der Moment, in dem man das erste Mal mit ihrer Musik konfrontiert wird, schlichtweg ideal. Aber man kann einfach nicht anders, als ganz entspannt den Kopf zum Takt von Kontrabass, Akkordeon und Gitarre zu wippen. Perfekt ergänzt wird diese instrumentale Kombination von zwei unglaublich genialen Stimmen, die unglaublich geniale Textzeilen in einer Art und Weise von sich geben, dass man nur mehr fassungslos sein kann. Noch nie war der Wiener Dialekt so ansprechend.

Die Begeisterung über diese Band ist so groß, dass man gar nicht dazu gekommen ist, sich mit ihren drei Alben zu beschäftigen. Oder mit der Tatsache, dass sie (überaus berechtigt) den Amadeus Music Award in der Kategorie Jazz/World/Blues vorige Woche abgeräumt haben. Man musste einfach in die Tasten hauen und seiner Begeisterung schriftlichen Ausdruck verleihen. Noch während man sich durch ihre Youtube-Playlist hört. Und immer noch mit dem Kopf wippt.

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3 Kommentare

  1. Hanibal · Mai 13, 2012

    Schön! Danke.

    • bizmiez · Mai 24, 2012

      Ich sag danke! Und zwar für eure Musik und für’s Lesen 🙂

  2. Pingback: Türchen Nummer NEUN: 5/8erl zum Frühstück können nicht schaden… | bpm – beats per music

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