Bei einem One Night Stand muss man aus dem Bett fallen

Immer. Immer wieder. Immer wieder sitz ich vor meinem PC – oder dem von jemand anderem – und starre auf die Tastatur. Das Problem dabei ist nicht, dass ich nicht weiß, worüber ich schreiben soll. Das Problem ist vielmehr, dass ich nicht GENAU weiß, worüber ich schreiben soll. Schon wieder sind da zu viele Themen, die da irgendwie in meinen Gehirnwindungen herumschwirren und sich gegenseitig darum prügeln, endlich einmal den Weg von meinem Gehirn hin zu meinen Fingern und über die Tastatur zur Verschriftlichung zu finden. Nicht, dass es jetzt so eine wahnsinnige Ehre wäre in genau meinem Blog erwähnt zu werden. Nein. So arrogant bin ich dann auch wieder nicht. Es wollen nur wieder zu viele Gedanken aus meinem Gehirn heraus. Kein Wunder also, dass mein Kopf immer wieder schmerzt. Immer wieder.

Bret McKenzie und Jermaine Clement heißen die beiden Typen, die es anscheinend und offensichtlich – natürlich nicht absichtlich – geschafft haben meinen Gehirnwindungen zu entfliehen und meine Finger dazu zu bewegen über sie zu schreiben. Jippieh. Bret McWer und Jermaine Who? Unter dem Namen kennt sie niemand. Außer vielleicht ihre Freunde. Und natürlich die Familie. Und Menschen, die gerne neuseeländische Fernsehserien anschauen. Aber sonst wirklich niemand. Mich eingeschlossen. Ein Glück, gibt es Wikipedia. Bei den beiden handelt es sich um zwei aus Neuseeland stammende Menschen, die in Kollaborartion Flight of the Conchords ergeben.

Als ich das erste Mal von ihnen gehört habe, bin ich aus allen Wolken gefallen. Oder zumindest aus dem Bett. Wortwörtlich. Gut, zu dem Zeitpunkt war ich eventuell etwas betrunken. Diese eventuelle Tatsache hat jedoch keinen Einfluss auf die tatsächliche Tatsache, dass diese Typen einfach genial sind. Dies liegt jetzt nicht an ihren ausgefeilten Riffs, den melodischen Akkorden oder der ausgereiften Durchdachtheit, die hinter jedem Song steckt. Nein. Die beiden sind ja auch nicht wirklich eine Band. Also, mehr oder weniger dann doch. Aber eben nicht so ganz. Weil eigentlich bilden sie ein – so genanntes – Comedy Duo. Diesen Begriff hat sich Wikipedia dafür einfallen lassen. Nicht ich. Also nicht jetzt einfach aufhören zu lesen und davon laufen. Oder surfen. Die zwei Herren haben’s – im Gegensatz zu manch anderen Gestalten, die sich ein „Comedy“ irgendwo vor oder hinter oder zwischen den Namen stellen – nämlich wirklich drauf. Nicht nur komödiantisch. Nein, auch musikalisch. Als Beweis dafür dürfte wohl die Tatsache reichen, dass Bret McKenzie einen Oskar einheimsen konnte. Aber nicht für seine schauspielerischen Qualitäten, die sicher auch nicht zu verachten sind. Nein. Für einen hochqualitativen Titelsong eines ebenso hochqualitativen Films. Die Muppets. Mhm.

Ich könnte – und sollte wahrscheinlich auch – etwas über Bret und Jermaine erzählen. Wo und wann sie geboren sind. Wie sie zueinander gefunden haben. Wie sie auf die Texte kommen. Wie sie in Amerika bekannt wurden. Wie das alles mit ihrer Fernsehserie entstanden ist. Und was zur Hölle sie mit den Muppets zu tun haben. Aber dann müsste ich von Wikipedia abschreiben. Und das ist irgendwie alles andere als produktiv. Und schon gar nicht kreativ.

Deshalb lass ich das mal. Und rate einfach einmal jedem Folgendes: Wer zu irgendeinem Zeitpunkt aus irgendeinem Grund scheinbar unheilbar schlechte Laune hat, der schaue sich bitte She’s so hot…Boom!an. Sollte er – oder auch sie – danach noch immer weinen, dann wenn schon denn schon vor Lachen. Oder vor Schmerzen, weil er – oder auch sie – vom Bett gefallen ist. Vor Lachen nämlich. Sollte dies nicht der Fall sein, dann nehme man sich The Hiphopopotamus vs. The Rhymenoceros feat. The Hiphopopotamus and The Rhymenoceros vor. Oder gleich das ganze Programm mit dem äußerst promiskuitiven Titel One Night Stand. Und Untertiteln. Dann hat man nicht nur gelacht und geweint. Sondern auch etwas gelernt. Neuseeländisches Englisch beispielsweise. Und das kann ja gar keine Zeitverschwendung sein, oder? Nein. Punkt.

PS: An dieser Stelle – dass diese ganz unten ist, sagt noch nichts über den Stellen-Wert aus –  noch ein riesenfettes Danke an den betreffenden Freund für die Inkenntnissetzung meiner Kleinigkeit über Flight of the Conchords. Und fürs Abfüllen.

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