Türchen Nummer ACHT: WHAT THE FUCK?!

Heute verbirgt sich ein Schnellschuss hinter dem Türchen. Also, ein schriftlicher. Und auch ein musikalischer. Eigentlich. Der Grund dafür, ist ein einfacher: Im Grunde denke ich ja sehr viel nach, was ich wann wie posten könnte. Im Grunde habe ich auch einen Plan, was ich wann wie posten werde. Aber wie das eben so mit Plänen ist. Sie eignen sich hervorragend zum Durchkreuzen. Zum Durchkreuzt-werden. Und genau das hat die Redaktion von laut.de auch getan. Mit ihren 50 Alben des Jahres. Also, nicht bewusst. Dessen bin ich mir bewusst. Aber dennoch würde hier heute etwas anderes stehen, wenn es nicht genau diese Redaktion geben würde. Und genau diese 50 Alben des Jahres.

Eines davon gehört zu einer Band namens Tame Impala. „Tame was? Hm. Klingt komisch. Sehr komisch. So komisch, dass es schon fast interessant wäre, welche Mucke die machen. Eigentlich… Neuer Tab auf…YouTube…Wie heißen die nochmal? Ah, okay. Uuuuuuund play…“ Auf das, was ich dann zu hören bekam, war ich nicht gefasst. Konnte ich auch gar nicht. Eigentlich. Irgendwie. Wer rechnet denn schon damit am Freitag Abend mal ganz spontan in die späten 60er Jahre katapultiert zu werden? Denn was da aus meiner Anlage ertönte, erinnerte mich doch sehr an einen gewissen Linkshänder-Gitarristen, der als erster Mensch auf die Idee kam, die Gitarre einfach mal verkehrt herum aufzuzäumen. Irgendwie. Eigentlich. Dieser Eindruck blieb auch. Anfangs zumindest. Bis dann einer mal seine Stimme erhob. Und zu singen begann. Die späten 60er Jahre waren jetzt zwar auch noch nicht vorbei. Aber die musikalische Legende wechselte. Hin zu einer recht bekannten Vierer-Konstellation aus Großbritannien. Die eigentlich nur Händchen halten wollten und außer Liebe sonst gar nix brauchten. Kurz gesagt: Meine Lautsprecher beschallten meine Gehörgänge mit einer Kombination aus Jimi Hendrix und den (späten) Beatles.

Meine Gedanken dazu? „WTF? Wie kann das zu den Alben des Jahres gehören? Das muss doch mindestens 40 Jahre alt sein. Mindestens! Es muss! Einfach!“ Nein, muss es nicht. „WTF? Dann müssen die Bandmitglieder mindestens 40 Jahre alt sein. Mindestens! Sie müssen! Einfach!“ Nein, müssen sie nicht. „WTF? Aber dann muss mindestens eines davon 40 Jahre alt sein. Mindestens! Es muss! Einfach!“ Nein, muss es schon wieder nicht. De facto bestehen Tame Impala aus fünf etwas jüngeren Herren aus dem guten alten Down-Under. Sehr viel jüngeren Herren. Also, so Mitte 20. Das wiederum bedeutet, dass die noch nicht einmal auf der Welt waren. Noch nicht einmal in Planung waren. Vielleicht haben sich die jeweils beiden Erzeuger noch nicht einmal gekannt. Als der Psychedelic-Rock seine besten Zeiten schon hinter sich hatte. Vorläufig. Zumindest. „WTF? Dann müssen die aber schon ordentlich Drogen konsumieren. Ordentlich! Sie müssen! Einfach!“ Nein, müssen sie nicht. Also, zumindest nicht zwangsweise. Wobei. Klingt fast so. Eigentlich. Irgendwie. Und passen würde es auch. Zu den späten 60er Jahren. Also, zumindest zur Mucke. Irgendwie. Eigentlich. Von wegen psychedelisch und so. Aber egal.

Schließlich. Und endlich. Kann ich mich bei der Redaktion von laut.de nur bedanken. Und bei ihren Albumcharts. Und bei Tame Impala sowieso. Zeitreisen sind also doch möglich. Who knew?

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