Türchen Nummer ZEHN: Kryptonit aus Tokyo klingt besser

Anfangs sei gesagt: Heuer war echt nicht so ganz mein Jahr. Ja, ich weiß. Über erste Welt Probleme dürfte man sich gar nicht beschweren. Eigentlich. Man sollte froh sein, dass man nur solche hat. Und keine anderen. Eigentlich. Vollkommen richtig. Das bestreite ich nicht. Würde ich auch nie. Trotzdem läuft ein gutes Jahr – in persönlicher Hinsicht – ein kleines bisschen anders: Ein Ende einer langjährigen Beziehung. Herzschmerz. Jede Menge. Davon. Ein lange Zeit verschollener, plötzlich gefundener und auch sogleich wieder verlorener Freund. Herzschmerz. Noch mehr. Davon. Ein Mensch, in den man sich nicht verlieben sollte. Es aber trotzdem tat. Unfreiwillig. Herzschmerz. Hoch und mal drei. Das würde ja dann auch schon reichen. Eigentlich. Zumindest, wenn es nach mir ginge.

Und doch gehörte eine Nachricht eines überaus talentierten, in Wien lebenden Briten, die und der nix mit dem eben Vorgesemperten zu tun hat, zu den traurigsten Momenten 2012. Na. Ja. Zumindest zu meinen traurigsten Momenten 2012. Zwar ist er – der Moment, nicht der Brite – sicher nicht ganz oben, aber immer noch unter meinen Top 5. Herzlichen Glückwunsch! Toph Taylor, seines Zeichens ein überaus talentierter, in Wien lebender Brite – inklusive einer der schönsten, bewegendsten und unglaublichsten Stimmen, die ich jemals in meinem bisherigen Leben hören durfte – beschloss seinem Musikprojekt namens Trouble over Tokyo ein Ende zu setzen. Aus. Schluss. Schlussstrich. Schon wieder Herzschmerz. Diesmal musikalischer. Das müsste ja nicht auch noch sein. Eigentlich. Zumindest, wenn es nach mir ginge.

Um das zu begründen, muss ich nicht viel sagen. Oder schreiben. Will ich auch gar nicht. Ehrlich gesagt. Oder in dem Fall. Ehrlich geschrieben. Die Musik, die gänzlich dem Kopf und den Händen Toph Taylors entsprungen ist…Soll heißen: Poetische Texte erdacht, wunderschöne Noten aneinandergereiht und mit den verschiedensten Instrumenten selbst eingespielt. Von wegen überaus talentiert und so…Wo war ich nochmal? Ach. Ja. Diese Musik klingt. Unheimlich gut. Und spricht dabei. Für sich selbst. Einmal damit konfrontiert. Einmal angehört. Einmal zugehört. Also, so richtig. Dann ist einem der –  von dem überaus talentierten, in Wien lebenden Briten hervorgerufene – musikalische Herzschmerz meinerseits klar. Sollte er. Eigentlich. Zumindest, wenn es nach mir ginge.

PS: Eine unobjektive, aber überaus liebevolle – im wahrsten Sinne des Wortes –  Schilderung vom Abschlusskonzert Trouble over Tokyos gibts hier.

PPS: Und eine eindrucksvolle, aber überaus geile – in jeder Hinsicht – Demonstration der Stimme des talentierten Briten findet man hier.

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