Türchen Nummer ZWÖLF: Mein Superheld namens Bruno

Aaron Bruno ist mein persönlicher Superheld des Jahres. Aaron wer? Aaron Bruno. Der blonde Surferdude mit der exzentrischen Frisur, der bei AWOLnation nicht nur das Mikro in der Hand hält und in dieses singt/grölt/schreit oder sonstige Geräusche von sich gibt. Sondern sich auch für sämtliche Texte und/oder musikalische Arrangements  dieser Band verantwortlich zeigt.

Zusammenfassend könnte man also sagen: Ein scharfer Typ. Der singt. Mit Gitarren umgehen kann. Und auch am/auf/beim Schlagzeug weiß, wo genau er da jetzt hinhaun muss, damit es halbwegs gut klingt. That’s the dream, baby!

Zu meinem persönlichen Superhelden wurde er eher unabsichtlich. Und unfreiwillig. Ich hatte den Typen, und vor allem dessen Band, nämlich eigentlich gar nicht so auf meinem musikalischen Radar. Schon klar. Sail kannte ich. Sail mochte ich. Sail hörte ich mir auch an. Hin und wieder. Oder auch öfter. Eigentlich ziemlich oft. Aber mehr dann auch schon nicht. Bis zu einem Tag, an dem ich einfach mal das Album durchlaufen ließ. Wie gesagt. Eher unabsichtlich. Und unfreiwillig. Denn zu dem Zeitpunkt war mein Kopf viel zu sehr damit beschäftigt, sich betrübliche Gedanken um die eben hinter mich gebrachte betrübliche Situation zu machen. Da war es mir und meinem Kopf dann auch egal, welche Musik die Gehörgänge beschallte. Solange es nicht die Kastelruther Spatzen waren. Oder Hansi Hinterseer. Oder ähnliche musikalische Grausamkeiten. Aber egal. Denn der Punkt ist folgender: Auf einmal hatte die mich beschallende Musik meine völlige Aufmerksamkeit. Der Grund dafür war ein einziger – scheinbar unscheinbarer – Satz. „Never let your fear decide your fate.“ Genau diese Textzeile aus Kill your Heroes schaffte es von meinem Gehörgang tatsächlich in mein Gehirn vorzudringen. Es sich dort heimelig zu machen. Und, langsam aber doch, zu meinem – ich weiß, wie überaus pathetisch – Lebensmotto zu werden. Noch dazu ist dieser eine Satz – als auch sämtliche anderen Sätze dieser Band – in unheimlich geniale Musik verpackt. Die es echt wert ist, das ganze Album einmal durchlaufen zu lassen. Oder auch zweimal. Oder noch viel öfter. Und dabei auch tatsächlich zuzuhören. Wenn auch unabsichtlich. Und unfreiwillig.

Zusammenfassend könnte man also sagen: Geile Mucke. Die ordentlich Laune macht. Ungeahnte Weisheiten in sich birgt. Und noch dazu von einem extrem scharfen Typen stammt. Was AWOLnation live in concert nur noch…öhm…ansehnlicher macht. Im wahrsten Sinne des Wortes. That’s the dream, baby!

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2 Kommentare

  1. Kristina · Dezember 12, 2012

    ‚Never let your fear decide your fate‘ ist was, das mir seit ca. 2 Jahren immer wieder durch den Kopf geistert. Man könnte ihn sich eigentlich irgendwohin tättowieren lassen. Oder einfach im Kopf behalten und hin und wieder schaun, dass man ihn auch tatsächlich ernst nimmt.
    (Das Lied mag ich auch.)

    ((Und danke f. den Kommentar. Solche Ergüsse kommen raus, wenn man eigentlich grad am Einschlafen ist. Nervig, wenn man sich dann wieder aufraffen muss, um Stift und Zettel zu suchen und die Gedanken noch schnell aufzuschreiben, bevor sie weg sind.))

  2. bizmiez · Dezember 12, 2012

    Das mit dem Tättowieren ist ein schon lange gehegter Plan…muss eigentlich nur noch eine Körperstelle finden, auf die dieses Mantra irgendwie hinpasst (was bei meiner Körpergröße nicht so einfach ist) und ich es auch sehen kann…sonst wäre es ja ein bisschen sinnlos 😉 Ich finds aber lustig – im positiven Sinne – dass nicht nur mir der Gedanke kam 🙂

    Nervig, ja. Aber dafür – zumindest im Nachhinein – unheimlich genial. Soetwas kommt immer nur dann heraus, wenn man unter Schlaflosigkeit leidet. Zumindest ist es bei mir immer so 😉 Und ich muss sagen, ich war/bin von deinen Worten noch immer beeindruckt!

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