Türchen Nummer ZWANZIG: Von Unruhestiftern und emotionalen Faustwatschn

Man glaubt man kennt etwas gut. Sei es nun einen Menschen. Eine Band. Ein Lied. Oder auch gleich ein ganzes Album. Aber ein kleiner Perspektivenwechsel genügt. Die kleinste Kleinigkeit reicht. Um gänzlich andere Seiten erkennen zu können. Seien sie nun positiver und/oder negativer Natur.

In dem Fall hatte der Perspektivenwechsel positive Konsequenzen. Zumindest das. Denn zuvor musste noch eine emotionale Faustwatschn her. Um die Großartigkeit von Dry the River einigermaßen begreifen zu können. Mal ganz davon abgesehen, dass emotionale Faustwatschn schon allein per Definition ordentlich beschissen sind. Kann ich ihr im Nachhinein dann doch nicht böse sein. Nicht allzu. Zumindest. Schließlich bewirkte sie, dass es wiederum nur eine einzige, winzig kleine, scheinbar unscheinbare Textzeile aus No Rest war, die sich unweigerlich in mein Gehirn durchkämpfte. Natürlich war es die depressivste auf den ganzen Album. Ich weiß das. Ich habs nachgeprüft. Persönlich. „I loved you in the best way possible.“ bleibt aber unweigerlich auf Platz 1. Und ab diesem Zeitpunkt hörte ich genauer hin. Zu spät. Viel zu spät eigentlich. Na. Ja. Besser spät. Als nie. Trotzdem blöd. Eigentlich. Denn diese Musik ist irgendwie. Unglaublich genial. Unheimlich schön. Unglaublich genial arrangiert. Unheimlich schön interpretiert. Zumindest, wenn man sich grad noch von der Faustwatschn erholt. Oder vor allem. Dann. Eigentlich.

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