Und die Moral von der Geschicht: Ahnungslosigkeit schützt vor ausfreaken nicht.

Wenn man sich schon derart lange nicht um seinen eigenen Blog gekümmert hat, dass in der Zwischenzeit wordpress mehr als ausreichend Zeit hatte, um mit dem gesamten Layout, Design und mit was weiß ich noch was Weitwerfen über den Haufen zu spielen, dann hat man echt etwas falsch gemacht. Oder zumindest nicht so ganz richtig. Jean Claude van-damned!

Wie gut also, dass es am Wochenende wieder mal so ein kleines Festival auf so einem kleinen Inselchen in so einer kleinen Bundeshauptstadt gegeben hat. Und noch besser, dass man von einem herzallerliebsten Menschen dorthin gezerrt wurde. Obwohl man ja eigentlich den Menschenmassen entgehen wollte, aber wenns schon nix kostet. Außer ein paar Nerven ob der meistens überaus intelligenten Öffi-Gespräche einiger – ich zitiere – „saufetter“ DonauInsulaner bei der Heimreise (rein nach dem Krautschädl-Motto „I sog i bin fetzendicht, owa mir is nu net schlecht.“). Zumindest hat man mal wirklich wieder das fast schon zwanghafte Verlangen irgendwem von dem Abend erzählen zu müssen. Und wenn man schon dabei ist, könnte man auch gleich auch wieder in die Tasten hauen. Von wegen Mitteilungsbedürfnis und Effizienz. Und so.

Der Hauptgrund fürs Donauinselfest – also meiner – war, wie gesagt, der herzallerliebste Mensch. Der Hauptgrund fürs Donauinselfest – also für den herzallerliebsten Menschen – wiederum waren zwei Herren aus Großbritannien, die sich selbst in Kombination als Chase & Status betiteln. Und wie es das Schicksal oder auch sonst wer so wollte, gaben sich genau diese zwei beiden die Ehre, die FM4-Bühne am Sonntag-Abend mit ihren elektronischen Klängen zu beschallen. Würd ich ja auch machen, wenn ich könnte. Und mich wer darum fragen bzw. dafür bezahlen würde. Schließlich handelt es sich um eine unumstrittene und unumstößliche absolute Tatsache (rein subjektiv gesehen natürlich), dass die FM4-Bühne einfach mit Abstand die genialste auf der gesamten Insel ist. Schon alleine wegen der Location. Dementsprechend gut besucht war das Arena-artige Areal. Und so stand ich – wieder einmal – inmitten dieser Menschenmassen. Völlig ahnungslos – wieder einmal – was da so auf mich zukommen würde. Und noch viel ahnungsloser – wieder einmal -, dass ich anscheinend die einzige Ahnungslose in dieser Menschenmasse war.

Der Blick der ahnungslosen Bizn

Der Blick der noch ahnungslosen Biz

Denn kaum erklangen die ersten Töne – oder auch – kaum ertönten die ersten Klänge (je nachdem was einem lieber ist), erhob sich ein Kreischkonzert sondergleichen. Und zwar von fast allen Anwesenden, unabhängig des Chromosomensatzes. Somit wäre zumindest die Frage beantwortet, ob Männer auch kreischen können. Immerhin. Nach dieser unfreiwilligen Feststellung und kurzen Irritation dadurch meinerseits, dauerte es aber auch bei mir nicht lange bis sich Füße, Beine, Arme und auch diverse andere Körperteile einfach wie von selbst zu bewegen begannen. Und dieser Zustand ließ sich 75 Minuten lang auch nicht wieder abschalten. Kreischen und hüpfen und umfallen samt Schmerzen inklusive. Das lag aber nicht nur daran, dass man bei (guter) elektronischer Mucke fast nicht anders kann als zu shaken. Also, ich nicht zumindest. Sondern auch an der Tatsache, dass diese Mucke einfach um einiges genialer ist, wenn man ein Schlagzeug samt Schlagzeuger, eine E-Gitarre samt Gitarristen und einen scharfen Typen samt Mikro auf die Bühne stellt und so die ganze Partie noch ein bisserl mehr – ich zitiere abermals – „im G’sicht drückt“. Und das schadet ja mal grundsätzlich überhaupt und absolut mitnichtenundneffenundsämtlichenanderenverwandten gar nicht. Außerdem wissen bei den Typen wirklich alle, was sie da tun.

Drum&Bass, Dubstep, Breakbeat, whatever…auf jeden Fall so überhaupt nicht von schlechten Eltern. Oder musikalischen Produzenten in dem Fall. Eigentlich. Und somit schwer zu empfehlen. Live zumindest. Vor allem, wenn man mal das Bedürfnis haben sollte zu kreischen, zu hüpfen und dabei schmerzhaft umzufallen. Holla die Waldfee!

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