Türl Numma ZWA: Sag, muss ich das verstehen?

Keine Ahnung, was es mit dem zweiten Dezember und dem damit einhergehenden zweiten Türl immer so auf sich hat. Aber es hat sich schon in meinen letzten beiden Adventkalenderzyklen gezeigt, dass mir irgendwie an dem Tag der Sinn für halbwegs sinnvolle und kreative Buchstaben- und Satzkombinationen abhanden kommt. Anscheinend beschließt er alle Jahre wieder das Gegenteil vom Christkind zu tun und nicht zu mir zu kommen, sondern einfach zu gehen. Macht einfach mal so blau. Oder grün, rot, gelb, pastellrosa. Was auch immer. Auf jeden Fall verlässt er mich unverhofft auf unbestimmte Zeit, in der ich schauen oder vielmehr hören und schreiben kann, wo ich bleib. Und was mir bleibt.

Das führt dann nun schon zum dritten Mal dazu, dass ich mich mitten in der Nacht auf die Suche nach Ideen begebe. Denn die kreativen Eingebungen, die man zuvor schon zu haben glaubte, hat der Sinn auch noch gleich eingepackt. Und mitgenommen. Der Scheisskerl. Die Videos und Lieder hat er durchaus da gelassen. Aber jegliche geistigen Auswüchse, die man dazu verschriftlichen könnte, sind absolut nicht mehr auffindbar. Egal in welchem synapsigen Winkel, Ecke oder Erker ich auch suche. Nicht nur gähnende – nein – tief schlafende und unglaublich laut schnarchende Leere wartet. Oder eher, befindet sich dort. Sonst nichts. Sehr gut.

Ideen. Ich brauche Ideen. Hirn, bitte. Bring mich auf Ideen! Und genau damit hat es sich dann auch. Anscheinend muss man nur „bitte“ sagen und das vorher so geistesblitz-defizitäre Denkorgan kommt auf einmal mit einem Vorschlag daher, der besser passt als jeglicher faustgeschlagene Arsch mit blauem Auge auf jeglichen topfdeckellosen Eimer. Bring mich auf Ideen. Jaja. Garish bringen es damit nicht nur auf den Punkt, sondern eben auch vermeintlich schreibblockierte Synapsenverbindungen auf…Was?…Ideen. Genau. Und das noch dazu in einer wunderklangvollen Art und oder Weise. Auch wenn ich das Tourette-Vokabular auf der Autobahn wahrscheinlich nie verstehen werde. Muss ich aber ja gar nicht. Denn diese wunderklangvollen Kunststücke jener fünf Herren aus dem Schoenwetterland allein sprechen für sich. Ohne jegliche Verständnisblockaden. Einfach nur zuzuhören und darin zu versinken reicht schon, um einen vollends das musikalische Herz aufgehen zu lassen.

Vielen Dank liebe Garish! Dafür, dass ihr mich einfach so gerettet habt. Dafür, dass ihr schon so lange für mich da seid. Aber hauptsächlich dafür, dass ihr so wundervolle Musik macht. Mit einem Hauch von Wahnsinn. Hemmungslos und schön.

Interview TV Noir / Konzertmitschnitt 2014 hier.

 

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