Türl Numma NEINE: Ehrenwerte Ohrwürmer

Der Ohrwurm ist ein gar seltsames Getier. Entweder man hegt ihm gegenüber sehr große Antipathien oder Sympathien. Antipathische Ohrwürmer sind meistens unheimlich nervig und gleichen einem Parasit, der sich auf Biegen und (Er-)Brechen im Hirn einnistest und dort eine schöne Zeit hat. Ganz im Gegensatz zu dem von ihm befallenen Wirten. Der langsam aber sicher an dem sich immer wieder von vorne wiederholenden nervigen Liedausschnitt verzweifelt. Symptome davon sind: Haare raufen respektive – bei längerer Infiltrationsdauer des Ohrwurms – auch das Ausreissen derselben, nervöse Zuckungen und generelle Gereiztheit. Wenn man mit einem solchen Untier im Denkorgan aufwacht, dann ist der Start in den Tag schon einmal nicht so dermaßen gut.

Glücklicherweise existiert ja auch noch der sympathische Ohrwurm, der es sich zwar auch im Gehirn des Wirten gemütlich macht und ebenso eine sehr lange Halbwertszeit zu seinen Eigenschaften zählen kann, aber bei dem der befallene Kopf gar nicht über jegliche Möglichkeiten nachdenkt, wie er diesen wieder los werden kann. Denn, der hüpfende Punkt ist jener: Der Ohrwurm besteht aus einem musikalischen Kunststück, dessen man nicht müde werden kann. Insofern profitiert nicht nur das Getier, weil es nun ein warmes Zuhause hat, sondern auch der Mensch, der das Zuhause darstellt. Im Vergleich zum antipathischen Ohrwurm ist dies also eine symbiotische Lebensgemeinschaft.

Insofern sind mein Denkorgan und ich sehr erfreut darüber, heute dem zweitgenannten Getier Unterschlupf gewähren zu können. Noch dazu, da dies die Auswahl des respektiven Adventkalendertürls um ein Vielfaches erleichtert. Und ganz ehrlich: Wenn es sich die 5/8erl in Ehr’n einnistenderweise nicht nur in meinem Kopf bequem machen, ist das auch kein Fehler. Eher im Gegenteil. Wenn schon Ohrwurm, dann doch einen von großartigen Musikern, Textern, Sängern und generell Alleskönnern. Und bei den 5/8erln in Ehr’n sind praktischerweise all jene Attribute vereint. Also. Von dem her.

„Du sitzt im Eck und tramst schene Liada. Kummst net vom Fleck. Warum scho wieda? Und gspiast di. Gspiast di.“

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