Türl Numma ZEHNE: Sag dem Bett noch schnell „Farewell“

Zu seinem Schlafgemach bzw. noch viel mehr zu seiner Schlafstätte hat der Mensch schon seit jeher eine sehr innige Beziehung. Selbst jene, die an und für sich Probleme haben, zu irgendetwas oder gar irgendjemanden eine emotionale Bindung aufzubauen, können sich der schier übermächtigen Anziehungskraft dieser meist weichen Liegeunterlage kaum entziehen. Noch erschwerend hinzu kommt, wenn man aufstehen muss. Noch viel erschwerender, wenn man wegen etwas aufstehen muss, das einem nicht einmal die Aussicht auf einen Funken Freude bereitet. Arschding. Und je früher man sich für so etwas aus dem Gemach bewegen muss, desto schwieriger wird die Trennung.

Die Gründe für diese teils verstörende, auch emotional sehr einseitige Konstellation – mal ganz ehrlich: Wer hat behauptet, dass dich das Bett genauso liebt, wie du es? – sind recht mannigfaltig und durch multiple umweltbedingte Faktoren mitbestimmt. Da wäre einmal die Tatsache, dass es draussen, vor allem im momentan vorherrschenden Jahresabschnitt, immer viel ungemütlicher ist, als unter der wohltuenden, warmen, weichen Wickel-mich-ein-Decke. Sei es nun ob der meteorologischen Situation („Wah, es is so grauslig koit, nöblig und rengan duats a. Do geh i sicha net aussi.“) oder einfach nur ob der Tatsache, dass man sich bewegen muss. Und zwar meistens früher oder noch viel früher, in der Öffentlichkeit. Dafür ist es wiederum von Nöten, sich in Kleidung zu hüllen. Die ja schon im Grundprinzip so konstruiert ist, dass sie sich einfach scheiss-unbequem anfühlt im Vergleich zu den Fetzen, die man in der hier so hoch gelobten Schlafstätte trägt. Falls man sich überhaupt gewandet. Nackig hat ja durchaus auch etwas für sich.

Und als ob das noch nicht genug der Steine wären, die man in den Weg aus dem Bett gelegt bekommen hat und diese nun mühseligst überwinden muss, hat sich mir noch ein mindestens äußerst guter und immens riesiger, schier übergroßer Grund offenbart, die heiß und auch kalt geliebte Liegeunterlage nie wieder verlassen zu wollen. Denn: Wenn man schon einmal Farewell Dear Ghost ins Bett bekommen hat…pffff….wer wird denn da gleich wieder abhauen. In diesem Fall besteht wohl eher die Gefahr, dass die Matratzengerüste nicht einmal ansatzweise ausreichen würden für diese vier aus dem Steirerland stammenden Mannen und deren massenhaft einfallenden Liebhaber samt den entsprechenden Innen. MusikliebhaberInnen versteht sich. Man will ja nichts falsch verständlich machen.

Schlussendlich kann also festgehalten werden: Bett ist gleich schön. Farewell Dear Ghost ist gleich noch viel wunderschöner. Und die Kombination von beiden ist gleich…unbeschreiblich.

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