Türl Numma FUCHZEHNE: Olympische Klangspiele

Dass die Musik mit mir und ich mit der Musik eine sehr innige Beziehung haben, ist kein Geheimnis. Dass sich daraus oft sehr wundergeniale Sachen entwickeln und meine Kleinigkeit unheimlich viel Zeit darin invenstiert, mit genau diesen Sachen meinen Mitmenschen auf deren Gesäß zu gehen, weil ich nicht aufhören kann davon zu reden, noch viel weniger. Aber wenn es sich nun einmal um so dermaßen geile Klangkunstwerke, wie jene von Olympique, handelt. Ganz ehrlich: Dann muss das einfach so sein.

Meine Kleinigkeit ist ja eigentlich und im Grunde recht umtriebig und so kann es schon mal sein, dass es mich herumtreibenderweise eher spontan wohin verschlägt. Meistens geschieht dies aus dem Bedürfnis nach sozialer Nächstenliebe oder des Sich-Verbiegen-Wollens heraus. Nahrungsmittelbedarf hat ebenso einen nicht zu vernachlässigenden Anteil an der Herumtreiberei meinerseits. Jedoch gibt es auch in meiner kleinen Welt Menschen, denen ich gerne dabei zuhöre, wenn sie etwas zu sagen haben und ihr Wissen gnädigerweise mit der sie umgebenden Personenschar teilen. Vor allem, wenn sich dieses Wissen um Musik an sich und noch viel lieber, um Musik aus unserem kleinen Ländle – und damit meine ich an dieser Stelle nicht Vorarlberg – dreht.

So geschehen vor gut fünf Tagen, wo sich jene Menschen unter anderem mit der Frage beschäftigten, wie gut beziehungsweise nicht gut es eigentlich ist, ein besonderes Augenmerk auf die Tatsache zu richten, wenn es sich bei Klangstücken um Werke aus Österreich handelt. Und damit einhergehend, warum es manchen Leuten scheinbar ein inneres Bedürfnis ist, genau darauf aufmerksam zu machen. Ich kam erstaunlicherweise nicht umhin, mich in irgendeiner Art und oder Weise angesprochen zu fühlen. Warum? Keine Ahnung. Räusper.

Im Zuge dessen wurde auch darüber diskutiert, dass ein gewisser, orf-iger alternativer Radiosender, dem ich sehr gerne meine Aufmerksamkeit und meine Lauscher schenke, im Gegenteil zur vorhin genannten Vorgehensweise, einen sehr natürlichen und schönen Umgang mit Hoamatsound gefunden hat. Da dies nicht unbedingt herausgestrichen und betont wird, sondern ein solches musikalisches Kunstwerk wie selbstverständlich vor, nach und zwischen so genannten internationalen Größen gespielt wird und vor, nach und auch zwischen solchen nicht auffällt. Weil die Qualität ohnehin mittlerweile auf einem derart hohem Niveau angelangt ist, dass ein Unterschied zwischen hierzulande und überzulande nicht mehr für die Gehörgänge nachvollziehbar ist. Der Dialekt könnte es eventuell möglicherweise hin und wieder verraten. Soweit ich das alles richtig verstanden habe.

Diesen derartigen Umgang finden sowohl mein Hirn als auch ich persönlich wunderschön und sind auch der Meinung, dass dies definitiv ein Weg ist, auf dem man Effem Vier folgen sollte. Dennoch komme ich nicht umhin meiner Umwelt, oft auch unfreiwillig, Kunststücke auf die Ohren zu drücken, die aus der Musikheimat stammen. Und letzteres zu unterstreichen, fett und kursiv zu schreiben, zu betonen und sowohl laut kreischend als auch hysterisch hüpfend auf diese Tatsache hinzuweisen. Der Grund für dieses subtile Verhalten ist einfach der, dass diese Klangwerke sehr oft, sehr geil sind. Und viel zu wenig Aufmerksamkeit nicht einmal geschenkt bekommen, weil das AMA-Gütesiegel bei Musik in so einigen Denkorganen noch immer – völlig unbegründet – die Assoziation „Pfffff…wos soll denn des scho könnan?“ hervor ruft. Ich will damit nicht sagen, dass mein laut kreischendes Gehüpfe daran etwas ändern könnte, aber Musik liegt mir einfach so dermaßen an meinem kleinen Herzen, dass das ganz einfach so aus mir heraus will und sich dabei offensichtlich auch durchsetzt.

Obwohl an dieser Stelle nicht vergessen werden darf, dass sich momentan glücklicherweise ein Umschwung in die richtige Richtung bemerkbar macht und hiesige Klangkunststücke sowie deren sie produzierenden Menschen mit schäumender, brodelnder Aufmerksamkeit nur so überschüttet werden. Auch die drei Herren von Olympique aus Salzburg gehören – mit unheimlich großem, fetten, kursiv geschriebenem Recht – dazu. Man braucht höchstens vier Takte, um zu wissen, dass es sich dabei um richtig geile Musik handelt. Ich meine, schon allein diese Stimme. Also bitte: Schmacht, schmelz, rrrrawr. Und selbst, wenn man nicht so ein furchtbares Klangwelt-Fangirl wie meine Kleinigkeit sein sollte, sollte man seine Lauscher, sein Hirn, sein Herz und auch sämtliche andere Körperteile auf jeden Fall, unbedingt ohne jegliche Ausnahme mehrmals am Tag mit diesen Kunststücken beschallen. Und es jede Sekunde davon genießen. Because this is the reason they came.

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