Türl Numma DREI: Du bist mein Freund

Lieber Freund. Wie schön dich heute wieder zu sehen. Ich mag diese Zeit, in der wir täglich gar nicht so wenig Zeit miteinander verbringen. Jetzt nicht nur, weil ich dich wieder mit meiner riesenriesigen Musikliebe volllabern und dir damit eventuell auf dein Gesäß gehen kann. Also, ich meine schon auch. Aber das ist noch nicht alles.

Es wirkt vielleicht etwas seltsam, aber wenn ich hier so bei meiner Tastatur sitze und mein Geschreibsel so vor mich hin verfasse, dann bist du hier bei mir. Du sitzt mir imaginär gegenüber und hörst, bzw. viel mehr, liest du dir meine sämtlichen emotionalen, ekstatischen, hysterischen, persönlichen Fangirlereien geduldig an. Dabei nickst du nur, schaust mich mit einem gutmütigen, leicht schiefen Lächeln an und denkst dir dabei „Meine Güte. Dei Frau, die hot doch scho an ordentlichn Hieb. Owa solaungs ihr Spaß mocht. Irgendwie is jo a gaunz witzig, wenns moi wieda wegn so an Liad auszuckn kaun.“ Und das machst du deswegen genau so und nicht anders, weil du mich schon lange kennst. Mittlerweile schon seit fast fünf Jahren. In denen wir uns zwar immer unregelmäßig grinsender- und auszuckenderweise gegenübersitzen, aber es dann trotzdem immer doch so passt, wie es ist. Als ob nix gewesen wäre. Ich meine, natürlich war da was. Wahrscheinlich gar nicht mal so wenig. Jetzt sind wir mal mindestens zwei Personen, und wenn man da noch mein Hirn, meine Ohren und meine sämtlichen anderen Körperteile mit einbezieht. Meine Fresse. Da muss schon ganz schön was los gewesen sein. Oder was meinst du dazu?

Wo war ich noch mal? Es ist manchmal schon ganz schön verwirrend, wenn man seinen eigenen Gedanken nicht folgen kann. Oder eigentlich den Gedanken folgt, die einen vom ursprünglichen Gedanken, zu dem man eigentlich was sagen wollte, ablenken und ganz laut schreien „He Biz! Huhu, do herübn! Schau her, genauuuuuuuuuu…do samma! Mogst net mit uns mitkeiman? Is vü lustiga. I schwör.“ Und ich natürlich ganz naiv so: „Okay. Wo gemma eigentlich hin?“ Ich würde mal behaupten der Absatz ist gerade das beste Beispiel dafür.

Aber ich lass jetzt diese angeblich viel lustigeren Gedanken mal alleine durch meine Gehirnwindungen wandern und werde dir einfach mal danke sagen, dass du so bist wie du bist und wir immer so eine schöne Zeit miteinander haben. Und weil du mich eben schon auch so gut kennst, weisst du natürlich auch, dass ich dir jetzt dankenderweise einfach ein Lied auf deine Gehörgänge drücken muss. Denn: Du bist der Grund, warum meine Musik-Liebe existiert. Du bist der Grund, warum meine Musik-Liebe funktioniert. Du bist der Grund, warum ich meine Musik-Liebe formulier‘. Du bist der Grund, warum Musik-Liebe nie verliert. Danke dafür! (Und natürlich an Heinz aus Wien – für dieses großartige Liedelein).

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